Im Kampf um den WM-Titel hat Superstar Valentino Rossi einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Ausgerechnet zum Auftakt des Grand-Prix-Wochenendes in Japan platzte ihm im 1. Freien Training der Motor. Die Bestzeit holte sich Honda-Pilot Dani Pedrosa. WM-Spitzenreiter Casey Stoner wurde Fünfter.

Platzen nach dem Motor auch die WM-Träume von Rossi? Das ist die große Preisfrage vor dem Rennen in Motegi, wo Stoner nur einen Platz besser als der Italiener sein muss, um sich zum ersten Mal die Weltmeisterschaft in der MotoGP-Klasse zu sichern.
Während sich Pedrosa (1:47,865 Minuten) voll ins Zeug legte, ließ es der Australier etwas ruhiger angehen. Dem Ducati-Pilot reichte eine Zeit von 1:48,444, um sich hinter Pedrosa, De Puniet, Melandri und Hopkins zu platzieren. "Ich habe erstmal in aller Ruhe die Strecke getestet", meinte Stoner gelassen.
Cortese in den Top Ten
Viel Arbeit wartet hingegen auf das Team von Rossi, dessen Yamaha kurz vor Ende der Trainingssession den Geist aufgab. Der Italiener (1:48,782) musste nach einem Motorplatzer mit einer riesigen Rauchfahne im Gepäck zurück an die Box, verlor somit wichtige Zeit und wurde am Ende nur 14. "Das war nicht das, was ich mir vorgestellt habe", sagte der "Doctor", der das letzte Rennen in Portugal gewinnen und damit die WM-Entscheidung weiterhin offen halten konnte.
Bester Mann in der Viertelliter-Klasse war KTM-Pilot Mika Kallio. Der Finne dominierte das 1. Qualifying und setzte sich mit 1:52,053 an die Spitze des Fahrerfeldes. Platz zwei ging an Hector Barbera (Aprilia/1:52,157) vor Hiroshi Aoyama. Dirk Heidolf wurde 21. Ex-Weltmeister Tom Lüthi musste einmal durchs Kiesbett und belegte mit 1:52,695 den neunten Platz. Gerüchte, dass der Schweizer bereits in der neuen Saison in die MotoGP-Klasse wechselt, wurden bislang noch nicht bestätigt.
In der Klasse bis 125ccm dominierte Mattia Pasini das Geschehen. Der Italiener schaffte mit seiner Aprilia eine Zeit von 1:58,283 und war damit 0,187 Sekunden besser als sein Markenkollege Gabor Talmacsi aus Ungarn. Dritter wurde Simone Corsi vor Tomoyoshi Koyama und Hector Faubel. Bester Deutscher war Sandro Cortese auf Rang neun mit 1:59,462. Stefan Bradl reihte sich mit 2:00,302 auf dem 19. Platz ein.
Quelle: eurosport.de










