Valentino Rossi: Mit einer stumpfen Waffe gekämpft
Valentino Rossi erlebt zurzeit seine schwärzesten Stunden in seiner elfjährigen Karriere. Beim Großen Preis von Tschechien kam der Fiat-Yamaha-Werksfahrer über Platz sieben nicht hinaus. Nach Casey Stoners siebten Saisonsieg ist der WM-Titel für den Lockenkopf aus Tavulia in weiter Ferne gerückt.
„Wir hatten ein schwieriges Rennen erwartet“, sagte der siebenfache Weltmeister. „Es ist aber noch schlimmer gekommen, als wir dachten. Wir wussten, dass unsere Leistung in Brünn – nach den schwachen Trainings - nicht besonders gut sein würde. Ich habe versucht, meinen Rhythmus zu halten. Aber nach nur sieben oder acht Runden haben die Reifen angefangen herumzurutschen. Vor allem auf der rechten Seite. Von da an war ich nicht mehr in der Lage, richtig heraus zu beschleunigen.“
Während des gesamten Wochenendes hatte die Yamaha-Werkscrew versucht, mehr Traktion zu finden. „Wir haben das Setup oft geändert, aber leider haben wir haben das Grip-Problem nicht lösen können. Zudem ging das gefundene Renn-Setup auf Kosten der Kurvengeschwindigkeit. Das hat uns noch zusätzlich gebremst. Es war sehr schwer heute.“
Am Anfang konnte Rossi auf der anspruchsvollen Berg- und Talstrecke von Brünn noch 1,59er-Zeiten fahren. Aber nach einigen Runden ließ der Reifen schon stark nach. „Danach habe ich nur noch auf das Ende des Rennens gewartet.“
Am Start hatte der 28-jährige Italiener Schwierigkeiten mit Capirossi. „An manchen Stellen war ich schneller, aber überholen konnte ich dennoch nicht, weil er auf den Geraden wieder weg fahren konnte. Irgendwann bin ich dann doch an ihm vorbei gekommen, aber ich kam nicht weg. Ich habe versucht Druck auszuüben – auch wenn ich zu dieser Zeit nicht schnell unterwegs war – aber danach waren meine Reifen ganz am Ende. Sogar Vermeulen kam näher, dann wieder Loris. Ich bin schon enttäuscht, denn ich hatte überhaupt keine Chance zu kämpfen. Zum Ende hin musste ich ziemlich ans Limit gehen, um noch vor de Puniet zu bleiben und glücklicher Weise ist mir das auch gelungen.“
Yamaha scheint in der Sackgasse zu stecken. „Ich habe versucht meinen Fahrstil etwas zu verändern, um die Situation besser in den Griff zu bekommen, aber es hat nicht geholfen.“ (WP)
Großer Preis von Tschechien: MotoGP1.
Casey Stoner (AUS/Ducati)
43.45,810
2.
John Hopkins (USA/Suzuki)
+ 7,903
3.
Nicky Hayden (USA/Honda)
+ 13,001
4.
Dani Pedrosa (Sp/Honda)
+ 15,008
5.
Chris Vermeulen (AUS/Suzuki)
+ 17,303
6.
Loris Capirossi (I/Ducati)
+ 19,363
7.
Valentino Rossi (I/Yamaha)
+ 22,485
8.
Randy de Puniet (F/Kawasaki)
+ 23,073
9.
Alex Barros (Bras/Ducati)
+ 32,292
10.
Carlos Checa (Sp/Honda)
+ 35,153
11.
Toni Elias (Sp/Honda)
+ 37,748
12.
Anthony West (AUS/Kawasaki)
+ 38,025
13.
Sylvain Guintoli (F/Yamaha)
+ 43,694
14.
Shinya Nakano (Jap/Honda)
+ 57,069
15.
Kurtis Roberts (USA/KR212v)
+ 1.09,603
16.
Ivan Silva (Sp/Ducati)
+ 1.21,410
17.
Makoto Tamada (Jap/Yamaha)
+ 1.25,804
…
Colin Edwards (USA/Yamaha)
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