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Die / Der Kombi Was Ist Richtig?


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15 Antworten in diesem Thema

#1 Stempelbremse

Stempelbremse

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 18:46 Uhr

Salve,
in allen möglichen Artikeln z.b bei Ebay oder auch hier liest man: "der" Kombi. Damit ist nicht das Auto gemeint sondern der Motorradanzug. Da sich Kombi aber von die Kombination ableitet müsste es doch eigentlich "die" Kombi sein. Ich habe fünf Jahre im Motorradgeschäft gearbeitet und habe auch jetzt noch mit Vertretern zu tun aber die haben nie was von "der" Kombi erwähnt. Also wer liegt falsch?

Bearbeitet von Stempelbremse, 11 Juni 2007 - 18:47 Uhr.


#2 Haizer

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 18:50 Uhr

Jo, wundere mich auch immer über " der Kombi ".

#3 Alexxx

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 18:52 Uhr

Was gibts denn bei der Ableitung von DIE Kombination noch zu überlegen?

Anders als bei der Butter oder die Butter....

#4 bastiR6

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 18:55 Uhr

eindeutig DIE Butter ;)

#5 TylerDurden

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 19:00 Uhr

Der Duden weiß Auskunft :lol:

Kombi, die:
kurz für Kombination.

Kombination, die:
einteiliger [Schutz-, Arbeits]anzug [der Rennfahrer, Motorradfahrer].

#6 Stempelbremse

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 19:13 Uhr

Der Duden weiß Auskunft :lol:

Kombi, die:
kurz für Kombination.

Kombination, die:
einteiliger [Schutz-, Arbeits]anzug [der Rennfahrer, Motorradfahrer].


das nenn ich mal ne gute Auskunft, dann sollte man das in einigen Fällen richtig stellen :cool:

#7 BAP

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 20:22 Uhr

das sind die netten Dinge die sich falsch im Sprachgebrauch einbürgern.
So wie:
Unkosten- gibts nicht sind unnötige Kosten, ansonsten gibt es nur Kosten oder
Glühbirne-schon mal leuchtendes Obst gesehen
:dummheit:

#8 japevo

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 20:32 Uhr

Oh, da lag ich schon die ganzen Jahre mit " das Lederkombi " aber ziemlich verkehrt :lol: he,he

#9 derKosta

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 21:36 Uhr

GENAU das Thema wollt ich auch schon ansprechen. Also für mich ist es Die Kombie!

Habe immer gedacht, dass DER von Der Kombinationsanzug kommt. Die Kombi klingt für mich besser. Genau wie Die Nutella :D

#10 bla

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 21:56 Uhr

die Nutella ist ja auch richtig, weil Nutella kommt ja von Nuss-Nougatcreme und so... :D

#11 Alexxx

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Geschrieben 11 Juni 2007 - 23:20 Uhr

@ bla: nix is mit Nuss-Nougatcreme!

http://de.wikipedia.org/wiki/Nutella

Ob der, die oder das Nutella ist noch nicht geklärt...

So, genug "kluggeschissen"! :grins:

#12 r6_cobra

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Geschrieben 12 Juni 2007 - 05:11 Uhr

So für alle die Lösung: :hilfe:
Früher in Deutschland hieß es: Die (Leder) Kombi

Heute in Deutschland heißt es: Dem (Leder) Kombi (gesprochen DÄM)

Wenn man dazu noch den Zusatz benutzt wie z.B: Ey Alder DÄM Lederkombi is abber voll geil......usw.
wird man überall verstanden in MultiKulti Deutschland. :applaus:

#13 Trin

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Geschrieben 12 Juni 2007 - 05:59 Uhr

Nettes Buch übrigens ;-)
Bastian Sick - Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Der Butter, die Huhn, das Teller

Von Bastian Sick

Der, die, das, wer, wie, was? Die Verwirrung der Geschlechter ist nicht nur ein gesellschaftliches Thema, sondern auch ein sprachliches. Heißt es die Krake oder der Krake? Ist Python männlich oder weiblich? Trinken Sie ein Cola und lesen Sie das "Zwiebelfisch"!

"Chéri, bitte, 'ilfst du mir mit die Kleid?", fragt mich meine Freundin Suzanne, als sie mir die Tür öffnet. "Du hast Nerven", sage ich tadelnd, "die Oper beginnt in einer halben Stunde, und du bist immer noch nicht angezogen!" Suzanne zuckt mit den Schultern: "Isch kann misch einfach nischt entscheiden. Soll isch die rote Kleid oder die champagner Kleid anziehen - was meinst du?" - "Champagner klingt doch gut", murmele ich, "wo steht er?" - "Crétin, isch rede von die Kleid! Aber wenn du was trinken willst, da neben die Stuhl steht eine Flasche Sauvignon!"

Wann ist ein Huhn ein Huhn - und wann eine Huhn?
Ich mag französischen Wein, französischen Käse, französische Musik - und ganz besonders mag ich den französischen Akzent. Wenn Suzanne deutsch spricht, dann klingt das wie Poesie. Und ihre Art, die Artikel durcheinander zu werfen, ist einfach zauberhaft. Die Kleid, die Stuhl, der Auto - darüber kann ich mich stets aufs Neue amüsieren. Die unheilige Dreispaltigkeit des grammatischen Geschlechts im Deutschen bringt jeden, der unsere Sprache lernt, früher oder später an den Rand der Verzweiflung. Und auch die Deutschen selbst geraten zwischen männlichem, weiblichem und sächlichem Geschlecht immer wieder ins Straucheln. Denn was meine französische Freundin Suzanne kann, das kann meine deutsche Freundin Sibylle schon lange.

Jeden Samstag bringt Sibylle ihre leeren Flaschen zum Supermarkt, um sich "den Pfand" abzuholen. Für sie ist das Pfand männlich. Zwecklos, sie von etwas anderem überzeugen zu wollen. Dafür ist das Motorfahrrad bei ihr weiblich: "Was, du hattest als Schüler keine Mofa? Das kann ich gar nicht glauben. Jeder, der cool war, hatte eine Mofa." Tatsache ist, dass ich ziemlich uncool war. Das Einzige, was mich an Mofas interessierte, war ihr Genus. Sibylles Stärken liegen eher beim Genuss als beim Genus. "Jetzt musst du das Crèmefraîche drunterrühren", sagt sie beim Kochen zu mir. Und als sie feststellt, dass sie das Rezept offenbar nicht ganz richtig abgeschrieben hat, bittet sie: "Kannst du mir mal eben das Radiergummi geben?" Für Sibylle ist der Radiergummi nämlich sächlich. Der Kaugummi natürlich auch.

Damit steht sie übrigens nicht allein. Viele Deutsche weisen bestimmten Dingen ein anderes Geschlecht zu, als es im Wörterbuch angegeben ist. Im Wörterbuch steht zum Beispiel, dass das Wort "Puder" männlich sei: der Puder. Trotzdem sagen viele "das Puder" - möglicherweise in Analogie zu Pulver, da Puder und Pulver nicht nur ähnlich klingen, sondern auch ähnlich beschaffen sind. Ein weiterer Fall dieser Art ist "die Geschwulst", die oft sächlich gebraucht wird - weil sie an "das Geschwür" denken lässt.

Am größten ist die Verwirrung der Geschlechter natürlich bei Fremdwörtern. Woher soll man zum Beispiel wissen, dass "Python" ein männliches Hauptwort ist? Es kommt aus dem Griechischen, und Griechisch haben die wenigsten Deutschen drauf. In solchen Fällen hilft man sich für gewöhnlich mit Analogien - sucht also nach vergleichbaren Wörtern. Und da der Python eine Schlange und die Schlange weiblichen Geschlechts ist, erscheint es eigentlich logisch, dem Python einen weiblichen Artikel voranzustellen - so wie man es ja auch von der Boa, der Viper und der Natter kennt. Doch weder der Biologielehrer noch der Deutschlehrer würden "die Python" durchgehen lassen.

Auch der Krake ist eindeutig männlich - und wird dennoch von vielen als weiblich angesehen. So auch von Sibylle. "Es heißt entweder die Krake oder der Kraken", behauptet sie. "Ich hab's doch gerade erst in 'Fluch der Karibik 2' gesehen, da haben sie's erklärt!" Leider hat sich Sibylle wie so oft gerade die falsche Antwort gemerkt. Aber so etwas passiert uns allen. Ich selbst musste mir erst vor kurzem sagen lassen, dass es nicht "die Paprika" heiße, sondern "der Paprika". Ich habe daraufhin im Wörterbuch nachgeschlagen: beides ist erlaubt (siehe auch Tabelle unten).

Einige Wörter treten sogar in drei Geschlechtsvarianten auf. "Triangel" zum Beispiel. Das dreieckige Schlaginstrument kann sowohl "die Triangel" genannt werden als auch "der Triangel", und in Österreich heißt es "das Triangel". Und wie steht's mit dem Wort Joghurt? Das ist standardsprachlich männlich (der Joghurt), kann aber auch sächlich sein (das Joghurt). Das ist eigentlich schon kompliziert genug - aber nicht für Sibylle. Sie sagt "die Joghurt", und darin lässt sie sich auch nicht beirren: "Probier mal diese Joghurt, die ist echt lecker!" Und als sie noch auf Partys ging, da hat sie auch mal "die eine oder andere Zigarillo" geraucht. Allerdings, so räumt sie ein, sei ihr davon regelmäßig schlecht geworden.

Hauptsächlich sind es die zahlreichen englischen Fremdwörter, die bei der Einbürgerung Probleme bereiten. Die englische Grammatik behandelt alle Dinge sächlich, doch bei der Übernahme ins Deutsche bekommen diese Dinge oft ein männliches oder weibliches Geschlecht. Meistens orientiert man sich dabei an der deutschen Entsprechung. Weil "mail" Post bedeutet und "Post" im Deutschen weiblich ist, sagen die meisten Deutschen "die E-Mail". Der "Brief" hingegen ist männlich, sodass "der Newsletter" einen männlichen Artikel bekommen hat. Dieses Prinzip lässt sich aber nicht immer anwenden. Oft übernehmen wir Wörter aus dem Englischen, für die es keine deutsche Entsprechung gibt - und folglich auch keine Geschlechtsvorgabe. Dass das Wort "Browser" von uns als männlich empfunden wird, dürfte eher an seinem Klang als an seinem deutschen Pendant liegen - nach dem wird nämlich noch immer gesucht.

Außerdem wird dieses Prinzip auch nicht überall angewandt. Im süddeutschen Raum sowie in Österreich und der Schweiz wird der sächliche Artikel bevorzugt. Dort heißt es "das Mail", und wer in Bayern eine Cola bestellt, der bekommt "ein Cola". Wenn in der Schweiz eine Straßenbahn durch einen Tunnel fährt, dann fährt "das Tram" durch "das Tunell" - mit Doppel-l statt Doppel-n.

Man braucht aber gar nicht so weit nach Süden zu gehen, die Verwirrung der Geschlechter beginnt bereits viel weiter nördlich - auf hessischen Bauernhöfen zum Beispiel. In der Rhön ist das Huhn keinesfalls sächlich, sondern weiblich. Auch das entbehrt nicht einer gewissen Logik, denn das Huhn ist schließlich das weibliche Pendant zum Hahn. Während die Kartoffel in der osthessischen Mundart männlich ist, ist die Butter im Schwäbischen männlich (""d'r Budder"). Und der Teller ist sächlich (""d's Deller"). Der Butter und das Teller, auch das ist Deutschland. Die Petersilie treibt es besonders bunt, die ist in osthessischer Mundart sächlich ("doas Pädersille") und im Bairischen männlich: "da Bädasui". Und woraus sind schwäbische Osterhasen gemacht? Nicht aus weiblicher Schokolade, sondern aus männlichem "Schogglaad"! Derlei Kurioses findet man natürlich auch im Badischen, im Saarländischen, im Fränkischen und im Sächsischen. Mit dem allmählichen Rückgang der Dialekte geht freilich auch die Vielfalt bei der Geschlechterverteilung verloren.

"Tust du mir noch einen kleinen Kartoffel und etwas von dem Butter auf das Teller, Chéri?", bittet mich Suzanne, als wir nach der Oper noch zusammen eine Kleinigkeit essen. Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen; Suzanne blickt mich irritiert an: "'Abe isch etwas Falsches gesagt?" - "Nein, nein", erwidere ich, "alles bestens! Ein Schwabe hätte es nicht besser sagen können!"




Mehr dazu hier: Zwiebelfisch

Greetz

#14 Stempelbremse

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Geschrieben 12 Juni 2007 - 07:12 Uhr

kommt auf den Pommes noch was drauf?

#15 Grillmeister

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Geschrieben 17 Juni 2007 - 21:26 Uhr

Viel schlimmer ist, wenn deutsche ein englisches Wort erfinden. Z.B. "Handy". Für alle anderen ist es ein "mobile phone".

#16 derKosta

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Geschrieben 17 Juni 2007 - 22:51 Uhr

wobie ich handy nicht so tragisch finde. aber recht hast du