ich könnte wirklich heulen!
Gestern auf dem Weg von der Arbeit Nachhause ist meinem Motorrad, einem anderen Autofahrer und mir ein Unfall passiert.
Recht nah nach dem Ortseingang kommt eine 90° Kurve. Genau in diesem Winkel steht ein Haus, sodass man nicht in die Kurve gucken kann bzw. überhaupt nicht sieht, ob da nun jemand entgegenkommt. Ich war am Ortsschild auf ca. 60 km/h und bei der Kurve bei ca. 50 km/h. Kurz bevor ich das Wasser bemerkt habe, war ich noch am bremsen.
Dann ging alles sehr schnell!!
Ich war gerade am Anfang der Kurve, dann sah ich schon recht nach ein Auto in der Kurve entgegenkommen. Hab dann plötzlich in der Kurve gesehn, da ist eine recht lange, in der kurve langezogene, Wasserspur.
Das Auto war dann noch ein Stück näher, da hab ich schon gemerkt "das wird nichts". Hab aus reflex, um nicht ins Auto reinzukrachen, recht stark gebremst. Dann hab ich nur noch gehört wie meine Reifen rutschen und ZACK, plötzlich lag ich auf der Straße. Ich habe Ewigkeiten keine Luft bekommen.
Ich glaube es war der Mann vom Fahrzeug, andem ich mit meinem Oberkörper und meinem Motorrad langgeschliffen bin, der dann zu mir kam und gefragt hat ob alles okay ist. Konnte aber ewig nicht reden. Von den Autos die dahinterstanden, sind ein paar von ihnen zu mir gekommen und haben mich an den Straßenrand getragen. Ein Mann hat gleich erzählt, er hat ein Stück weiter vorne einen LKW gesehn, der Wasser verliert, der auch durch dir Ortschaft gefahren ist, indem der Unfall passiert ist. (Der ist aber natürlich weg)
Mir wurde Brille und Helm abgenommen und gefragt was alles weh tut.
Leute von der Ortschaft haben gleich Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr gerufen. Polizei war als erstes vor Ort und haben mich auch gleich gefragt wie es mir geht.
Ein paar Minuten dannach kam der Krankenwagen und hat mir eine Halskrause angelegt und mich auf die Liege gepackt. Ich habe im Wagen dann erstmal, irgendwie wie, Meine Motorradjacke ausgezogen und den Rucksack runter bekommen. Noch eine Infusion rein und dann ab ins nächste Krankenhaus.
Ich wurde vom Arzt untersucht, ca. 10 mal gerönt (Schulter, Halswirbelsäule C3-4 und Brustwirbel TH2-3 (Wirbelsäule)) und Ultraschall im Bauchbereich (wegen inneren Verletzungen). Der Arzt sagte dann (ungefähr) " ... Sie haben eine starke Prellung bis Quetschung im Schulterbeich bis Hals, eine mittlere Schürfwunde und starke blaue Flecken ... Sie haben wirklich Glück gehabt!!!"
Als ich dann endlich zuhause war, habe ich die Polizei, die den Unfall aufgenommen haben und meine Versicherung (HUK Coburg) angerufen. Die Polizei hat mir Name, Anschrift, Telefonnummer und Kennzeichen des "Gegners" gegeben. Habe diese Daten meiner Versicherung weitergegeben.
Heute morgen hat sich die nette Polizistin nochmal bei mir gemeldet und nach meinem Wohlergehen erkundigt. Sie sagte mir dann, dass ich in nächster Zeit, wenn ich wieder in der Lage wäre, meine Papiere abholen soll. Sie nimmt dann noch ein Protokoll (oder Vernehmung?! kA wie das hießt) auf. Ich werde versuche heute Abend zur Polizeistation zu kommen.
So ... wie gehts mir. Meine Schulter kann ich kaum bewegen, zwischen Schulter und den Hals noch ein Stück hoch, ist es noch richtig taub. Habe Nackenschmerzen, dadurch auch übelste Kopfschmerzen. Kopf kann ich kaum drehen. Mein Rücken schmerzt auch ziemlich (wie nach einem Hexenschuss), dass heißt ich kann so gut wie nichts machen.
Letzte Nacht war sehr hart, ich wusste nicht ob ich ungequem liege oder ob es die eben beschriebenen Schmerzen sind! Bin Nachts immer wieder aufgewacht und hab gemerkt wie mein linker Arm komplett eingeschlafen ist, also das ich ihn nicht mehr gespürt habe.
Ich finde noch übel, ständig die Bilder vor Augen: Auto -> BUM -> Straße -> keine Luft
Die Schmerzen sind ziemlich gleich geblieben, wie gestern.
Was sollte ich als nächstes, nachdem ich bei der Polizei war, werde ich sicher mehr wissen.
Die Dame von meiner HUK Coburg Versicherung sagte dann noch, ich könnte über das Nummernschild die Versicherung des Autos vom "Gegner" herausfinden und meinen Fall erläutern, der Versicherung meine Daten geben, fragen ob die jemand vorbeigeschickt werden soll, um meine Verletzungen anzugucken. Eventuell noch den Ort der Yamaha-Werkstatt weitergeben, wo meine Yamaha R6 abgeschleppt wurde usw.
Was könnte ich der Versicherung vom "Gegner" noch alles geben, falls es die Polizei nicht schon gemacht hat.
Ich weiß auch nicht, ich bin am Boden zerstört. Es ist natürlich gut, das mir weiter nichts passiert ist, aber ich bin übelst traurig wegen meiner Maschine
Ich weiß nun eben nicht wer in diesem Fall schuld ist
Ich werde heute Abend oder morgen noch einen Nachtrag machen.
bis dann
Edited by Kennwort, 05 April 2008 - 14:25 Uhr.




