Seltsame Geschwindigkeitsermittlung Der Polizei Nach Unfall!
#1
Posted 05 July 2009 - 01:52 Uhr
hab da mal ein kleines Problem welches immer größer zu werden scheint!
Hatte pünktlich zum Saisonstart meine "Kleine" zum Ausritt fertig gemacht und wollte eine kleine Runde fahren. Nach einer Stunde Fahrt sollte es erst mal wieder Richtung Heimat gehen. Dann kam mir eine dämli.... Alte innerorts auf meine Spur. An dieser Stelle war die Straße zweispurig! Vor der Frau wollte ein Fahrzeug rechts in eine Seitenstraße einbiegen und verringerte seine Geschwindigkeit. Der Fahrerein des dahinter fahrenden Fahrzeugs ging das wohl alles nicht schnell genug. Sie veringerte ihre Geschwindigkeit und fuhr dann mit blinkersetzen auf meine Spur. Ich selbst war kurz hinter ihr, auf besagter linker Spur. Ich selbst hatte max. 60 km/h drauf und die etwa 30, also Geschwindigkeitsunterschied ca 30 km/h. Meine Reaktion...Vollbremsung und Karre weg geschmissen. Bremsspuren Fehlanzeige, Rutschweg 120 Meter und davon 60 Meter Ölfilm.
Polizei gerufen. Meine Meinung eine eindeutige Sache, die Schuld lag zu 100% an dem PKW. Die Polizei kam, sah die Ölspur und war sofort der Meinung ich sei zu schnell gefahren!? Wie konnte das der feine Herr denn wissen?
Ich wurde selbst befragt, wie schnell ich gefahren sei. Der nette Herr sagte mir von vernherrein ich sei zu schnell gewesen. Nach einer kurzen Diskussion sollte ich 35 € zahlen, weil ich allein an dem Unfall schuld sei. Ich dachte ich hör nicht richtig. Die Unfallspuren sagen "ihm", dass ich viel zu schnell gefahren sei!? Ich sah das natürlich nicht ein. Das Verhalten des Polizeibeamtem wurde immer abweisender. Ich blieb die ganze Zeit ruhig. Meine Aussage hatte meiner Meinung kein Gewicht. Er machte mir diverse Androhungen, von wegen DEKRA Gutachten usw..
Ich selbst konnte sagen was ich wollte, aber das ging bei ihm in ein Ohr rein und zum anderen wieder raus. Das allerschlimmste war, dass alle Zeugen ohne Aufnahme der Personalien weg geschickt wurden. Warum denn das??? Das einzige was er entgegen bringen konnte ist der Anhalteweg eines normalen PKW. Was hat das mit meiner Sache zu tun??
Ich habe am darauffolgenden Tag eine Dienstaufsichtsbeschwerde verfasst und gleich zur Polizeiinspektion geschickt. Das war wohl ein Fehler von mir. Einen Monat später trudelte bei mir ein nettes Schreiben ein. Ein gelber Brief mit einem Bußgeldbescheid. Ihalt: Zahlungsaufforderung 480€, 4 Punkte ein Monat Fahrverbot und vorgeworfene Geschwindigkeit 100 km/h aufgrund eines Gutachtens, aufgeführte Zeugen die Unfallgegnerin und ihr Beifahrer. Diese Geschwindigkeit kommt mit einer Bremsung eines PKW gleich, in der die ganze Zeit die Reifen kontakt mit Asphalt haben, mein Motorrad rutschte aber die ganze Zeit auf meinem Motordeckel und der besteht nun mal aus Alu!!!
Meine Reaktion darauf Anwalt genommen, Einspruch eingelegt und Akteneinsicht angefordert. Das war am 17. April. Jetzt haben wir den 5. Juli und es ist noch nichts bei meinem Anwalt eingegangen??? Hab ich selbst die Möglichkeit irgendwas zu machen??? Die gegenerische Versicherung hatte inerhalb weniger Tage die Akten auf ihrem Tisch und konnte so begründen, dass sie keinerlei Schadensforderung begleichen müsse. Warum haben die schon was und meine Versicherung bekommt nicht mal eine Mitteilung, dass der Antrag auf Akteneinsicht eingegangen ist.
Dreh hier bald durch, wäre meine Yamaha kein Totalschaden gewesen hätte ich bis jetzt nicht eine Cent bekommen. Zum Glück hab ich aufgrund des Totalschadens wenigstens den Restwert von 4150€ erhalten, sonst würde ich noch immer auf dem trockenen sitzen.
Gibt es ein paar Tips von Euch, was ich tun kann, um endlich meine Unschuld zu beweisen? Habe selbst eine Geschwindigkeit ermitteln lassen, das Ergebnis 55 km/h maximal. Die gegnerische Vericherung hat das natürlich als nichtig und falsch erklärt.
Will doch nicht Jahre warten bis die restlichen 4500 € gezahlt werden:-(
#2
Posted 05 July 2009 - 07:35 Uhr
Für mich ist die Voreingenommenheit gegenüber Motorradfahrern wieder ein Grund mehr auf das Straßenfahren zu verzichten.
#3
Posted 05 July 2009 - 08:09 Uhr
gehe zu einem guten anwalt deines vertrauens. sowas kann sich ziehen wie gummi. spreche aus erfahrung ,habe bis heute immer noch nicht mein geld von der gegnerischen versicherung , es war ende april bei mir.....
bei sowas ist es immer besser einen anwalt einzuschalten..
lass den kopf nicht hängen.
wünsche dir das es alles gut wird und du alles ersetzt bekommst.
aber schon recht hart das man als motorrad fahrer sofort abgestempelt wird, unverschämt
#4
Posted 05 July 2009 - 09:24 Uhr
bzgl. versicherung kann ich nur sagen wenns um so summen geht, glei zum anwalt. hab letzte woche mein scheck von der gegnerischen versicherung bekommen. aber der betrag lag um knapp 40% unter dem kostenvoranschlag den ich hab machen lassen. dieser unfall war anfang april.
wünsch dir viel glück bei deiner sache!
Edited by maaazel, 05 July 2009 - 09:24 Uhr.
#5
Posted 05 July 2009 - 09:26 Uhr
Gerichtstermin ist jetzt Mitte August. Na wie toll. Das hätte ohne vorherige Reperatur min. ein 3/4 Jahr immobil sein bedeutet!
Edited by Flibbo, 05 July 2009 - 09:29 Uhr.
#6
Posted 05 July 2009 - 09:52 Uhr
Das blöde ist, dass meine Rechtschutzversicherung die Kostenzusage für den Zivilprozess erst gibt, wenn das Bußgeldverfahren geklärt ist und das kann wohl noch dauern.
Spiele mit dem Gedanken persönlich bei der Polizei aufzuschlagen und die Akten einzufordern. Hab einen Kumpel, der auch bei der Bullerei arbeitet gebeten mal einen Blick rein zu werfen und weiß ja was drin steht. Die nächste Dienstaufsichtsbeschwerde liegt auch schon seit drei Monaten auf meinem Rechner, kann sie halt leider nicht weg schicken, weil ich eigentlich nichts weiß.
Der nette Vorgesetzte spricht bei seiner Antwort auf die erste Beschwerde von einer vorbildlichen Unfallaufnahme hoher Qualität!!! Wenn ich so was lese und über den Inhalt der Akte bescheid weiß, rollen sich mir die Fußnägel hoch.
Naja mal sehen vielleicht kommt ja doch was in den nächsten Tagen was rein, damit ich der Willkür des Polizeiobermeisters entgegen wirken kann.
#7
Posted 06 July 2009 - 08:48 Uhr
3 Jahre hat es gedauert bis ich recht bekam, war echt ne dolle Geschichte.
Also wünsch dir viel Erfolg und immer Druck machen, nicht das Gefühl haben, dass Du dich zum Affen machst.
#8
Posted 06 July 2009 - 16:54 Uhr
der wollte mir dann unterstellen ich währe gegen einen gegenstand gefahren und würde versicherrungsbetrug machen
da war ich auch erst mal sprachlos... aber dann hab ichs ihn doch noch mit freundlichen tönen erklährt, habs zumindest versucht.
hat mir dann auch nach langen hin und her geglaubt der vollhonk
aber mitn moped möcht ich sowas nicht haben, wünsch dir ganz viel glück
achja und zu der autofahrerin sag ich nur, die DÜMMSTEN haben das meiste glück
#9
Posted 06 July 2009 - 18:20 Uhr
hatte sowas auch schonmal erlebt da sind n kumpel von mir und ich inner kurve über ne "dieselspur"(beide straßenseiten vollständig vollgesaut nur inner mitte WAR "zufällig" noch der mittelstreifen frei)
ich habs irgendwie geschafft drüberzukommen wohlgemerkt es hatte am morgen geregnet und das sah aus wie n bisschen feuchtigkeit auf der straße
aber meinen kumpel hats voll zerlegt
wir sind so ca 35 gefahren da das gerade nach ner kreuzung war (sprockhövel kreuzung wodantal elberfelder str. da die brücke)
und die hammeraussage der polizei/des polizisten war das sie nicht glauben können das er nicht zu schnell war schließlich hab ich es ja auch dadurch geschafft
zum thema freund und helfer in allen lebenslagen
ich bin heute mitm auto am ende eines tunnels verreckt (wahrscheinlich zahnrimen hinüber ~ motorschaden) an mir sind troz warnlichtes usw
4 partybusse vorbeigefahren bevor mal einer angehalten hat
der 5 war dafür umso freundlicher und hat uns abgeschleppt bzw zu mindest vonner bahn runtergebracht
also es gibt solche und solche aber eine statistik würde in dem fall leider eher negativ ausfallen!!!
#10
Posted 14 July 2009 - 21:55 Uhr
Ich sehe mir schon seit Tagen die vorbeifahrenden Fahrzeuge der Rennleitung an, um in Fall der Fälle mit einer Chicagowende den feinen Herren nochmal ins Gesicht sagen zu können, dass er einIdeot ist und demnächst...sobald ich meine Akten endlich in der Hand halte...ein kleiner und diesmal nicht so nett formulierter Brief in der nächst höheren Institution landen wird, in dem sich sein Vorgesetzter nicht so leicht raus reden kann.
Der hat endlich eine kleine disziplinare Würdigung verdient
Naja warten wir es mal ab. Dürfte ja nun in den nächsten 3 Monaten Post bekommen.
Warte ja nur auf den Moment, in dem mich eine Polizeistreife aus dem Verkehr zieht und mich fragt warum ich meinen Lappen noch nicht abgegeben habe
Informiere Euch weiter
#11
Posted 15 July 2009 - 06:11 Uhr
Ich glaube, dass das die Sache eher "negativ" beschleunigtden feinen Herren nochmal ins Gesicht sagen zu können, dass er ein Idot ist
Wünsche Dir aber alles Gute, dass das ganze noch eine gute / annehmbare Wendung nimmt.
#12
Posted 15 July 2009 - 15:46 Uhr
Die Heckenpenner glauben also noch immer einen nichtswissenden Polizeibeamten, der sich kraft seiner Wassersuppe zum Gutachter ernannt hat
Ey, nix gegen Heckenpenner!^^
Aber hatte auch so ein feines (wenn auch nur bescheuertes und nicht teures) Erlebnis mit den Herren in Grün. Ich fuhr auf einer zweispurigen Straße, auf der 50 erlaubt ist. Hinter mir ein Peugeot 206 mit gefühlten 5 Metern Abstand, ich nutzte die nächste Lücke, um mit einem Spurwechsel über kürzere Distanz (also einem Rüberzacken, ohne jemanden zu gefährden, da direkt nach der Ampel ca. 30 Meter vor UND hinter mir frei waren auf der Spur) mein Sicherheitsgefühl zu pushen.
Der Peugeot fuhr mit geschätzten 70 bis 80 (nicht unüblich auf der Straße) weiter.
Zeitgleich erschienen in meinen Seitenspiegeln die Palaverlampen, ein silber-grünes, recht optimistisch durch den Verkehr schlängelndes Fahrzeug mit eingeschalteter Werbetafel auf dem Dach. Stop, Pozilei, oder was da nochmal steht. Jedenfalls wurde mir dann nach dem üblichen "Führerschein und Fahrzeugpapiere" erklärt, man interessiere sich nicht für meine ABEs, sondern für meinen Fahrstil. Ahja. Nun wurde mir also per Moralpredigt nahegebracht, dass ich mir ja jede Hautzelle am Körper zerstören würde, wenn ich mir mit Jeans den Asphalt ansehen würde. Gut, Recht hatte er ja.
Auf meine Nachfrage allerdings, ob die Verletzungsgefahr, die von knapp 1300kg Blech einige (zu) wenige Meter hinter mir ausgehe, geringer sei als durch Jeans statt Protektorenhose, wurde mir leicht gereizt erklärt, ich solle nicht anderer Fehlverhalten vor das meine schieben und meine "überaggressive Fahrweise" zu überblenden versuchen.
Nun ja, mündliche Verwarnung, nichts passiert. Aber seitdem weiß ich, dass ich mich auf die Rennleitung nicht verlassen kann. Wenn mein Spurwechsel die Verwarnung wert war, hätt der Peugeot ne Zeitstrafe verdient gehabt.
Motorradfahrer sind nicht gerade beliebt bei denen. Aber wahrscheinlich war das nur einer der leider vielen Sternchenjäger in deren Kader. Glücklicherweise sind da ja nicht alle so.
Trotzdem viel Glück noch beim Kampf. Du wirst es sicherlich brauchen...
Edited by MEHeckenpenner, 15 July 2009 - 15:47 Uhr.




