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Motorradfahrer Gestorben Da Er Bei Den Zeugen Jehovas War!


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31 replies to this topic

#21 Gast-Zwaen_*

Gast-Zwaen_*
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Posted 23 June 2010 - 17:02 Uhr

Was ich mich aber hier frage, wieso haben die Ärzte wirklich keine Bluttransfusion durchgeführt. man kennt zwar nicht die genauen Unfallursachen und Verletzungen, aber gerissene Halsschlagader ist schonmal keine coole Sache. Und als Arzt muss man irgendwann mal einen Eid leisten...und der besagt sinngemäß jedem so gut zu helfen und zu heilen, wie es möglich ist (ich glaube nicht, dass da so religiöse Ausnahmen drin stehen - kenne es aber nicht auswendig). Ist jetzt vielleicht weit hergeholt, aber es war sicherlich ab einem gewissen Punkt abzusehen, dass eine Bluttransfusion notwendig ist, um den Patienten am Leben zu erhalten. Wird das wegen diesem Ausweis nicht gemacht, ist das schon...naja sagen wir mal fahrlässig. Keine Ahnung wie das rechtlich ist, ob es als Tötung durchgeht oder irgendwie doch Sterbehilfe (auch weit hergeholt..).


Sooo ... ich muss mal hier den spekulativen charakter in diesem thread ein wenig aufräumen!!! :lol:

Erstens ... ärzte müssen schon seit langer zeit keinen hippokratischen eid bei ihrer approbation ablegen. Soetwas gibts nur noch im fernsehen! :zwinker:

Zweitens ... selbst die kleinste blutentnahme ist rechtlich gesehen eine körperverletzung, die der arzt mit dem einverständnis des patienten durchführen darf. Ein transfusion von erythrozyten oder anderen blutbestandteilen ist dann definitiv eine körperverletzung ... diese massnahme lehnte der patient trotz bewußtlosigkeit dezidiert in form seines ausweises bzw. patientenpasses ab. Die beteiligten ärzte hätten also eine körperverletzung gegen den ersichtlichen wunsch des patienten ausgeführt. Mit den zeugen jehovas ist diesbezüglich nicht zu spaßen ... hätte der mann überlebt wären die ärzte spätestens durch ihn wegen körperverletzung und nicht unterlassener transfusion verklagt wurden. Klingt zwar unglaublich ... aber in deutschand darf jeder mensch über das spektrum der medizinischen maßnahmen, die er zuläßt selber entscheiden ... auch wenn es ihn tötet. :verwirrt:

Drittens ... tötung oder sterbehilfe? Keins von beiden! Die ärzte haben bestimmt alle anderen maßnahmen ergriffen (außer der transfusion), um dem patienten zu helfen sowie die verletzung zu beseitigen. Sie haben also nicht beim sterbeprozess nachgeholfen oder den patienten vorsetzlich getötet ... nur die schritte ergriffen, die sie durften! :unsicher:

#22 Steffen_

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Posted 23 June 2010 - 17:06 Uhr

Dann danke für die Aufklärung. Sterbehilfe war vielleicht das falsche Wort.
Naja, ich bin mal gespannt was bei rumkommt.

#23 NoIdea

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Posted 23 June 2010 - 17:06 Uhr

Okay, ich finde den Bericht nicht, so 'n Mist :hmmm: ....
Aber Zwaen ist sich offenbar sicher, dann hatte ich das ja einigermaßen richtig in Erinnerung :happy: , bis auf die Würde-Blabla, dann eben Körperverletzung :kloppe: :krücken: ....

Edited by NoIdea, 23 June 2010 - 17:12 Uhr.


#24 Foxtrot

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Posted 23 June 2010 - 18:07 Uhr

Was ich mich aber hier frage, wieso haben die Ärzte wirklich keine Bluttransfusion durchgeführt. man kennt zwar nicht die genauen Unfallursachen und Verletzungen, aber gerissene Halsschlagader ist schonmal keine coole Sache. Und als Arzt muss man irgendwann mal einen Eid leisten...und der besagt sinngemäß jedem so gut zu helfen und zu heilen, wie es möglich ist (ich glaube nicht, dass da so religiöse Ausnahmen drin stehen - kenne es aber nicht auswendig). Ist jetzt vielleicht weit hergeholt, aber es war sicherlich ab einem gewissen Punkt abzusehen, dass eine Bluttransfusion notwendig ist, um den Patienten am Leben zu erhalten. Wird das wegen diesem Ausweis nicht gemacht, ist das schon...naja sagen wir mal fahrlässig. Keine Ahnung wie das rechtlich ist, ob es als Tötung durchgeht oder irgendwie doch Sterbehilfe (auch weit hergeholt..).


Sooo ... ich muss mal hier den spekulativen charakter in diesem thread ein wenig aufräumen!!! :lol:

Erstens ... ärzte müssen schon seit langer zeit keinen hippokratischen eid bei ihrer approbation ablegen. Soetwas gibts nur noch im fernsehen! :zwinker:

Zweitens ... selbst die kleinste blutentnahme ist rechtlich gesehen eine körperverletzung, die der arzt mit dem einverständnis des patienten durchführen darf. Ein transfusion von erythrozyten oder anderen blutbestandteilen ist dann definitiv eine körperverletzung ... diese massnahme lehnte der patient trotz bewußtlosigkeit dezidiert in form seines ausweises bzw. patientenpasses ab. Die beteiligten ärzte hätten also eine körperverletzung gegen den ersichtlichen wunsch des patienten ausgeführt. Mit den zeugen jehovas ist diesbezüglich nicht zu spaßen ... hätte der mann überlebt wären die ärzte spätestens durch ihn wegen körperverletzung und nicht unterlassener transfusion verklagt wurden. Klingt zwar unglaublich ... aber in deutschand darf jeder mensch über das spektrum der medizinischen maßnahmen, die er zuläßt selber entscheiden ... auch wenn es ihn tötet. :verwirrt:

Drittens ... tötung oder sterbehilfe? Keins von beiden! Die ärzte haben bestimmt alle anderen maßnahmen ergriffen (außer der transfusion), um dem patienten zu helfen sowie die verletzung zu beseitigen. Sie haben also nicht beim sterbeprozess nachgeholfen oder den patienten vorsetzlich getötet ... nur die schritte ergriffen, die sie durften! :unsicher:



Volle Zustimmung zu Zweitens ^^

Stellt euch mal vor er hätte es überlebt und würde nun den Laden verklagen.
Dann würden ma das jetz lesen und uns sowas denken wie: "Warum is der Wichser nich einfach in Ruhe gestorben?!".

Könnte mir nämlich sehr leicht vorstellen, dass das dann so ausgegangen wäre.
Der macht sich da keine großen Gedanken drüber, dass er ohne Transfusion drauf gegangen wäre, sondern sacht dann einfach ganz cool, dass er das in Kauf genommen hätte.

Edited by Foxtrot, 23 June 2010 - 18:07 Uhr.


#25 Gast-Zwaen_*

Gast-Zwaen_*
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Posted 23 June 2010 - 18:40 Uhr

Die ganze sache mit dem medizinrecht ist auch ziemlich irreführend und für die allgemeinheit, die sich nicht ständig damit beschäftigt, schlecht durchschaubar. Ein arzt in der medizinischen versorgung kann viele dinge nicht mehr nach dem normalen menschenverstand entscheiden ... leider ist unsere gesellschaft im laufe der zeit durch die vielen gesetze und unerfreulichen treffen vor gericht immer mehr vom normal verständlichen abgerückt. :zwinker:
Die eigene patientenverfügung oder den organspenderpass sollte man so differenziert wie möglich beschreiben ... das einfache "keine lebensverlängernde maßnahmen" kann einen mit bewußtlosigkeit aber sehr guter heilungsprognose sowie baldigst zu erwartender voller gesundheit, aber leider mit problemen bei der normalen ernährungszufuhr schon ziemlich nerven. Kurzfristige künstliche ernährung über eine sonde fällt auch schon unter "lebensverlängernde maßnahmen". :verwirrt:

#26 BavariusdeBavariis

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Posted 23 June 2010 - 22:34 Uhr

ich find sowas schlimm ich denk wenn er in seiner situation noch denken können hätte, hätte er bestimmt gesagt operiert mich sofort :( echt tragisch solche sachen zu hören...
R.I.P.

#27 Foxtrot

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Posted 23 June 2010 - 22:45 Uhr

ich find sowas schlimm ich denk wenn er in seiner situation noch denken können hätte, hätte er bestimmt gesagt operiert mich sofort :( echt tragisch solche sachen zu hören...
R.I.P.


Das denk ich auch. Aber er kann ja in GENAU DIESER Situation nicht denken. Also glaube ich hätte er nach der Transfusion ne dicke Klage eingereicht ohne mit der Wimper zu zucken.

#28 dadevil

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Posted 24 June 2010 - 00:24 Uhr

und wieder hat die religion zugeschlagen und wieder überlegt keiner ob irgendwas an den religionen falsch sein könnte!
in der Bibel lässt sich alles irgendwie rechtfertigen, speziel die zeugen sind da ganz große klasse, da es sich bei vielen vorschriften die diese befolgen (transfusion glaube auch) um speisevorschriften handelt.
Ich persöhnlich nehme an, dass diese speisevorschriften damals entstanden sind, weil man glaubte, wenn man das fleisch anderst geniesen würde, sei das schädlich für die gesundheit oder sowas.

es gibt im übrigen mittlerweile ca 1/3 der menschen in deutschland, die konfessionslos sind. da sind ncoh nicht die dabei, die die kirche nicht mehr besuchen, aber noch nicht ausgetreten sind.

das sind meine festen ansichten, jetzt stellt euch mal bitte den penetrantesten religionslehrer vor der überhaupt nur möglich ist, dies ist dann mein aktueller reli lehrer. Das dies nciht gut geht versteht sich von selbst.

In "Bild der Wissenschaft" ist ein artikel erschienen "Warum Menschen glauben"
Ist recht interessant

€:
Kurz zusammengefasst, ist Religion eine "Wahnvorstellung" hervorgerufen durch zu viel Dopamin im Körper.
wers nicht glaubt, darf gerne vorbeikommen und selbst lesen

Edited by dadevil, 24 June 2010 - 00:44 Uhr.


#29 Sylv

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Posted 24 June 2010 - 01:02 Uhr

mensch da hab ich aber ne diskussion ausgelöst aber deshalb sind wir hier...

jetzt aber mal ne frage am rande...

ihr entdeckt einen unfall geht hin und eine person ist schwer verletzt , und hat ein herzstillstand... schaut ihr da erst nach ob es ein zeuge jehovas ist??? ich denke nicht, was ist wenn er wieder gesund wird? verklagt er dann auch einen? oder wie sieht das aus? oder ist das nur auf die bluttransfusion bezogen??? also wenn schon denn schon oder?

sowas wär mal interessant für stern tv... vorallem würde ich gerne wissen wie das ganze zu ende geht .

aalso ich persönlich würde als arzt jedem soweit helfen das er wieder gesund wird, alleine um mein gewissen zu beruhigen und nach feierabend zufrieden nach hause gehen kann und sich sagt, ich habe alles notwendige getan... und nicht sagt schade, den ein oder anderen hätte ich mehr helfen können wenn da nicht das kleine stück papier gewesen wär...

also mich würden da wirklich mal alle ansichen interessieren... die von den zeugen die den ausweiß dabei haben, die zeugen die mal ein unfall überlebt haben wo der pass missachtet wurde und die ärzte....

#30 blutlos

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Posted 24 June 2010 - 07:40 Uhr

ihr entdeckt einen unfall geht hin und eine person ist schwer verletzt , und hat ein herzstillstand... schaut ihr da erst nach ob es ein zeuge jehovas ist???

Das ist doch Ersthilfe. Die mußt du eigentlich leisten.
Ich glaube auch das es da keine Probleme gibt.
Die Ärzte durften ihm ja auch helfen. Allerdings halt nur bis zu einem gewissen Punkt!

aalso ich persönlich würde als arzt jedem soweit helfen das er wieder gesund wird, alleine um mein gewissen zu beruhigen und nach feierabend zufrieden nach hause gehen kann und sich sagt, ich habe alles notwendige getan


Und zwei Monate später bekommst du eine Klage, gehst vor Gericht und mußt dem dem du das Leben geschenkt hast noch 250.000,00€ Schadensersatz/Schmerzensgeld zahlen :verwirrt:

Ich glaub, nach dem dritten mal wirst auch du den Kollegen dort hin gehen lassen wo er hin will!

#31 ElGato

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Posted 24 June 2010 - 09:19 Uhr

Soll doch jeder das machen, was er für richtig hält.
Wenn jmd moderne Medizin ablehnt, so ist es doch sein Recht, dies für sich zu entscheiden.
Mir ist das schnurz egal, gibt eh zuviele Menschen.
Oder wollt Ihr den Menschen vorschreiben, wie sie mit Ihrem Leben umgehen sollen?
Dann darf hier niemand mehr posten, weil wir alle Mopped fahren und dies statistisch bewießen, extrem gefährlich ist :zwinker:
Gilt übrigens auch für alle Raucher :lol:
Neuer Fred; Selbstmörder gestroben, weil er selbstmord begangen hat

#32 Gast-Zwaen_*

Gast-Zwaen_*
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Posted 24 June 2010 - 21:07 Uhr

ihr entdeckt einen unfall geht hin und eine person ist schwer verletzt , und hat ein herzstillstand... schaut ihr da erst nach ob es ein zeuge jehovas ist??? ich denke nicht, was ist wenn er wieder gesund wird? verklagt er dann auch einen? oder wie sieht das aus? oder ist das nur auf die bluttransfusion bezogen??? also wenn schon denn schon oder?

also ich persönlich würde als arzt jedem soweit helfen das er wieder gesund wird, alleine um mein gewissen zu beruhigen und nach feierabend zufrieden nach hause gehen kann und sich sagt, ich habe alles notwendige getan... und nicht sagt schade, den ein oder anderen hätte ich mehr helfen können wenn da nicht das kleine stück papier gewesen wär...


Blutlos hat recht! :happy:

Als ersthelfer bist du gesetzlich verpflichtet bis der notarzt kommt erste hilfe zu leisten ... ausnahmen: nicht tragbare eigengefährdung bei erster hilfe (autobrand, einstürzendes haus, ...) oder so lange erste hilfe leisten bis man selber vor anstrengung zusammenbricht (gemeint sind stunden, keine 15 min). Die spenderausweise und patientenverfügungen interessieren dich als ersthelfer nicht. Verklagen kann er dich dafür nicht ... und wenn doch bis du als ersthelfer durch die gesetzliche haftpflicht in solchen fällen automatisch abgesichert (versicherung bezahlt der staat automatisch). :zwinker:

Die zeugen jehovas verweigern jede bluttransfusion bzw. behandlungen, bei denen sie fremdblut erhalten ... alle anderen medizinischen interventionen sind grundsätzlich kein problem.

Der motorradfahrer hat allen behandelnden ärzten mit seinem ausweis ausdrücklich VERBOTEN eine bluttransfusion durchzuführen ... wie soll ein arzt dies mit seinem gewissen und rechtsempfinden vereinbaren einen menschen gegen seinen willen behandelt zu haben? Als arzt kann man nur den menschen helfen, die es auch zulassen ... der motorradfahrer hat aber durch sein verbot die lebensrettende therapie untersagt. :traurig:

Edited by Zwaen, 24 June 2010 - 21:09 Uhr.